Kyopka - Bruchtest

Der Bruchtest ist einer der bekanntesten Elemente des traditionellen Tae Kwon Do. Bruchtests bei Kampfkunst-Vorführungen sind äußerst spektakulär. Dies erweckt bei Nichtfachkundigen jedoch den Eindruck, dass er ein Hauptbestandteil des TKD ist. Dem ist natürlich nicht so. Der Kyopka ist nur ein Teil der Kampfkunst TKD und gehört in der Regel nicht zum regelmässigen Trainingsinhalt. Ab bestimmten Graduierungen ist er jedoch fixer Bestandteil der Prüfung und dient dem Schüler zum Überprüfen seiner Technik.

Wenn der Schüler noch nicht so weit ist, einen Bruchtest auszuführen, so muß er mit Gewalt und Verletzungen das ausgleichen, was ihm andere an Technik und Können voraus haben.

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Körper und Geist müssen eine Einheit bilden und im Bruchteil einer Sekunde das gesamte Denken und Handeln in einem einzigen Punkt des Körpers konzentrieren. Als Material werden in der Regel Fichtenbretter mit ca. 30 x 30 cm und einer Dicke von 1,5cm (Kinder), 3cm (Erwachsene) und 4cm (Meister) verwendet. Bei Vorführungen und Demonstrationen werden auch oft Dachziegel, Steine, Eisblöcke ... verwendet, frei nach dem Motto je größer, je dicker, je härter, desto spektakulärer. Man unterscheidet beim Kyopka 3 verschiedene Arten: den Standardbruchtest, den Power-Bruchtest und den Geschwindigkeitsbruchtest.

Der Standardbruchtest

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Hierbei wird die Technik auf einem Brett mit einer der Graduierung entsprechenden Dicke ausgeführt, wobei dieses an mindestens zwei Seiten von einer oder mehreren Personen festgehalten wird. Die Art der Technik kann bei niederen Gürtelgraden frei gewählt werden, bei höheren Graduierungen wird sie vom Prüfer vorgegeben.

Power-Bruchtest

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Beim Power-Bruchtest ist ein enormer Kraftaufwand erforderlich. Hierbei werden mehrere Bretter, Ziegel etc. aufeinander gelegt oder besonders dickes Material gewählt, das sicher und stabil aufgelegt oder gehalten werden muß. Bei dieser Bruchtestart ist die Geschwindigkeit der Technik nicht so relevant, sondern wichtig ist die Einbeziehung des ganzen Körpers. Power-Bruchtests erfordern langjährige Erfahrung und ein hohes Maß an Können.

Geschwindigkeitsbruchtest

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Das Material wird nur mit einer Hand an der Unterseite gehalten, einfach aufgestellt, frei in die Luft geworfen oder wie im Bild nebenan auf ein Tuch gelegt. Durch die Trägheit der Masse kann es brechen, wenn die Belastung so plötzlich auftritt, dass es sich nicht schnell genug zurück bewegen kann. Bei einer langsamen Technik würde das Material zurückweichen und dadurch nicht zerbrechen. Es ist daher wichtig, den Körperteil (Hand, Fuß) mit dem man die Technik ausführt, stark zu beschleunigen um eine extrem hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Auch dieser Bruchtest erfordert langjährige Erfahrung und Können.